Älteste Stadt Georgias / Clint Eastwood und King Cotton / herrschaftliche Kolonialbauten, Denkmäler und Springbrunnen / jede Menge Geschichte
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Savannah ist die älteste Stadt Georgias und außerdem neben Charleston die besterhaltene Kolonialstadt am Atlantik. Von General James Oglethorpe 1733 als 13. und letzte englische Kolonie gegründet und von Clint Eastwood 264 Jahre später mehr oder weniger authentisch als Kulisse für seinen Film "Midnight in the Garden of Good & Evil" mißbraucht, entwickelte sich Savannah nach und nach von einer Baumwoll-Kolonie zu einer der schönsten Metropolen der USA (laut US-Umfragen). Am Wasser drehte sich damals alles um »King Cotton«, und noch heute verfügt Savannah über den wichtigsten Hafen der Region.
Unser Motel lag ein Stückchen außerhalb in der Nähe des Highways und war ein wahres Schmuckstück - wir hatten inzwischen ein Händchen dafür, gute Motels zu finden. Es besaß sowohl eine funktionierende Toilettenspülung als auch einen gepflegten Pool vorm Haus, für den ich mich natürlich sofort interessierte. Gegenüber des Motels auf der anderen Straßenseite lag zu unserer Freude ein »Denny's«, eins unserer Lieblingsrestaurants. Gutes Essen für den Abend war also gesichert, und somit fuhren wir downtown.
Wir waren erstaunt, wie schnell man in den USA von einer Gegend in die nächste kommt: Mittags noch am Daytona Beach mit Sonne, Sand und Meer. Nur 230 Meilen weiter befanden wir uns plötzlich in der ehemaligen Baumwollmetropole der Südstaaten, wo uns herrschaftliche Kolonialbauten, Denkmäler und Springbrunnen umzingelten, und wo man heute noch die Atmosphäre von damals spürt, wenn man über das holprige Kopfsteinpflaster der Riverfront spaziert. In den großen Baumwolllagerhäusern von einst befinden sich heute allerdings hauptsächlich Cafés, Kneipen, Restaurants und kleine Läden. Kulinarische Feinschmecker mit einem Hang zur Geschichte der Südstaaten sollten also unbedingt mal in Savannah vorbeischauen.
Savannah ist eindeutig eine sehr schöne und interessante Stadt, die eine Menge Geschichte umgibt, aber als »Metropole« (s.o.) würden wir sie nicht unbedingt bezeichnen. Die wirkliche Metropole Georgias stand nämlich für die nächsten Tage auf unserem Programm: Atlanta.
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