Bike Week, Spring Break und 200.000 Gallonen Bier / NASCAR und Windhunderennen / mit dem Auto bis ans Meer / Essen, Starbucks und Bud / letzter Tag in Florida
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Daytona Beach nimmt von allen Stränden Floridas eine gewisse Sonderstellung ein: Während an den anderen Ständen des »Sunshine State« hauptsächlich gesonnt und gebadet wird, ist der Strand von Daytona Anlaufstelle für mehrere Events. Eines der bekanntesten findet sofort im Frühling statt: Die »Bike Week«, das größte Harley Davidson-Treffen der Welt. Hunderttausende von Motorradfreaks pilgern meist im Februar/März zum Daytona Beach und feiern 10 Tage lang, was das Zeug hält. Laut Statistik werden dabei etwa 200.000 Gallonen Bier (»watchin' the game, havin' a bud…« - »true, true«) umgesetzt. Nebenher gibt's zahlreiche Veranstaltungen, wie z.B. Motorradneuvorstellungen, Ausstellungen, Bike-Wettbewerbe und Konzerte.
Nach diesem Event steht Daytona etwa 2 Wochen später schon wieder kopf, wenn im März der alljährliche »Spring Break« (Frühlingsferien) ansteht. Zu der Zeit schließen sämtliche Colleges und Universitäten des Landes ihre Tore für eine Woche, was die Schüler dazu veranlasst, sich zahlreich an den Stränden Floridas — insbesondere am Daytona Beach — zu sammeln, und dort eine Woche lang Partys zu feiern. Auf letzteren geht's in Sachen Sex, Drugs & Rock N'Roll generell heiß her. So kommt es oft vor, dass viele Kids ihre Unschuld direkt neben ihrem Mageninhalt verlieren.
Im Sommer findet das NASCAR Speedway Rennen statt. Aber natürlich gucken sich Amerikaner nicht ausschließlich nur ein Autorennen an. Deshalb gibt's nebenher Beach Partys, Konzerte und andere Aktivitäten in Verbindung mit dem 4. Juli, dem Independence Day. Der Herbst gehört wieder den Bikern: Am dritten Wochenende im Oktober findet das alljährliche "Biketoberfest" statt, natürlich wieder in Verbindung mit einigen Litern Bier und vielen Events nebenher. "It gives motorcycle enthusiasts that one last ride before storing the bike away for winter." - Autos, Motorräder und Partys haben wir nun also geklärt, aber was hat es mit den Windhunden auf sich?! Ganz einfach: Ich weiß nicht, ob heutzutage immer noch, aber bis vor ein paar Jahren wurden am Daytona Beach von Juni bis September Windhunderennen ausgetragen, und zwar montags bis samstags um 20 Uhr. Sind schnell wie der Wind, solche Windhunde.
Eine kuriose Besonderheit vom Daytona Beach ist übrigens noch, dass man ihn mit dem Auto befahren darf. In der Praxis läuft's dann so ab, dass man an der Kasse $5 bezahlt, mit seinem Auto bis ans Meer fährt, seine Sachen auslädt, und sich dann direkt neben sein Auto in die Sonne legt. Die spinnen, die Amis! Wir konnten gottseidank zu Fuß zum Strand gehen und verbrachten den ganzen Nachmittag dort - diesmal allerdings mit Marko. Und obwohl sich Hurricane »Dennis« immer mehr dazu entschloß, das offene Meer zu verlassen und am Miami Beach weiterzuwirbeln, spürten wir noch keine Auswirkungen davon beim Wetter: Es gab strahlendblauen Himmel und jede Menge Sonne.
Am Abend gingen wir dann nochmal zum Strand, nachdem wir vorher bei »Denny's« zum Essen (Probiert dort unbedingt die Chili Fries!) waren und im Supermarkt Bud(weiser) und Starbucks Coffee gekauft hatten. Es sollte heute der letzte Tag in Florida sein, denn für morgen war Savannah geplant, die älteste Stadt Georgias. Insgesamt hat uns Florida sehr gut gefallen, denn nirgendwo sonst an der Ostküste erlebt man soviel Sonne, Sand und Meer. Ich meinerseits war jedoch ein wenig enttäuscht vom Miami Beach, denn davon hatte ich mir vorm Urlaub eindeutig mehr versprochen. Positiv überrascht und am besten gefallen hat uns jedoch St. Petersburg. Sollte ich jemals nochmal Urlaub im »Sunshine State« machen, dann ganz bestimmt dort.
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