Universal und Disney gecancelt / 90 DM / Gatorland / Krokodile mit Namen / Gator Wrestling / Back to Nature / VIPs in Golfcaddys
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Eigentlich hatten wir ja sowohl die Universal Studios als auch Disneyworld fest ins Programm eingeplant. Jedoch nur bis zu dem Zeitpunkt, als wir die Infobroschüre mit den Eintrittspreisen der bekannten Attraktionen von Orlando in den Händen hielten. Beide Parks kosteten etwa $44 Eintritt, was bei dem derzeitigen Dollarkurs umgerechnet 90 DM waren. Soviel war es uns ganz bestimmt nicht wert. Wir keine echten Themenpark-Freaks, und 90 DM kann man weitaus besser investieren, als einen Tag lang Kindern mit lustigen Mickey Maus-Ohren auf die Füße zu treten. Die Universal Studios hingegen sollen sehr interessant sein, sagt man. Schade drum.
Der Tag war nun aber schon halb angebrochen, und wir wollten weder nochmal downtown fahren noch im Motel rumhängen. Deshalb bot sich ein Park namens "Gatorland" an, der gar nicht weit vom Motel entfernt lag. »See the 'real' Florida with thousands of alligators, animals and birds!«. Von »Gator Wrestling« war außerdem die Rede. Wrestling, cool, hoffentlich nicht in voller Lautstärke wie in St. Pete. Ich sparte mit meiner Triple-A-Karte sogar $4 beim Eintritt (»Your friends will envy you therefore!«).
Der Park war ganz nett aufgemacht und man merkte, dass sich das Personal sehr viel Mühe gab. Die Leute, die die Live-Shows im Park machten, erzählten viele interessante Dinge über Schlangen, Krokodile und die anderen Tiere. Sie fütterten ihre Krokos - die übrigens alle einen Namen hatten - vor den Zuschauern und versuchten sogar mit ihnen zu kämpfen (das besagte »Gator Wrestling«). Der Handtaschenlieferant beim Wrestling war allerdings nicht sehr motiviert. Da half auch kein Bauchkitzeln seitens des menschlichen Gegners, der »Wrangler« (Zanker? Streiter?) genannt wurde. Vielleicht hätte man dem Tier vorher mehr Kaffee einflößen sollen.
Der Park war gottlob nicht einer der Sorte, in dem man auf einem Rollband von Station zu Station transportiert wird und dabei alle paar Meter irgendeinen langweiligen Film zu sehen bekommt, sondern eher vom Typ »Back to Nature«. Keine gepflasterten Wege also, keine Multimedia-Präsentationen und keine VIP's in Golfcaddys - sehr angenehm.
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