North Palm Beach / Yuppietreff der Neureichen / Strand und Sonne / 24-Stunden-Shopping / 47 Gemüsesorten / Liebesperlen im Sandwich

Bild 1, USA Ostküste: Ft. Lauderdale - Palm Beach

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Die nächste Station unserer Reise - und gleichzeitig das nächste wichtige »Strandbad« an der Küste nördlich von Ft. Lauderdale - war Palm Beach, genauer gesagt North Palm Beach. Palm Beach ist bekannt als der Ort der Reichen, wobei der Name der Kennedys ganz vorne steht: Ihre Sommerresidenz »La Guerida« befindet sich im vornehmen Villenviertel des Ortes. Eines der schönsten Hotels der Welt - The Breakers, vom Öl-Multi Henry Morrison Flagler bereits 1896 erbaut — sowie etwa 150 Golfplätze wurden zur Anlaufstelle des alten Geldadels, und natürlich heutzutage zum Yuppietreff der Neureichen. Die Worth Avenue gilt als die teuerste Einkaufsmeile Floridas. Alles Dinge, die uns nur peripher tangierten.

Wir hatten mal wieder Glück mit der Wahl unseres Motels: Unter $45 und ziemlich gute Qualität. Es gehörte zu einer der großen Motelketten des Landes, deshalb konnten wir eigentlich von vornerein davon ausgehen, keinen Admiral-Benbow-Verschnitt (siehe Memphis) zu bekommen. Blieb nur noch zu überlegen, was wir heute machen wollten. Geplant war nichts, außer zum Strand zu fahren. Dort fletzten wir uns für ein paar Stündchen in die Sonne. Ein recht schöner Strand übrigens.

Abends drückte uns der Hunger. Eine der schönsten Eigenschaften amerikanischer Supermärkte ist, dass viele von ihnen 24-Stunden am Tag geöffnet haben. Nachts shoppen ist beinahe so schön wie das triumphierende Gefühl, eine Luftmatratze nur mit dem Mund aufgeblasen zu haben: Es wird einem schwindelig vor Freude. Ich meinerseits schielte natürlich sofort zum Kühlschrank samt Starbucks-Coffee rüber, hatte allerdings zusätzlich eine weitere Leidenschaft entdeckt: Melonen! Melonen über Melonen, bunt gemischt und fertig abgepackt in durchsichtige Kartoffelsalat-Bottiche. Immer gut gekühlt und überaus lecker.

Richtig satt machen Melonen nicht, deshalb bin ich eine Stunde später nochmal mit der Nissan-Budze losgefahren, um mir ein Sandwich zu besorgen. Richtige Sandwichs zu bestellen ist eindeutig schwieriger, als bei McDoof an der Kasse aufs Happy Meal zu zeigen: Ich stand vor der Theke mit den Zutaten und wurde mir in dem Moment klar darüber, dass ich von den 47 Gemüsesorten nichtmal die Hälfte namentlich kannte. Wir regelten es dann so, dass mich die Bedienung bei jeder Zutat fragte, und ich nur noch »yes« oder »no« sagte. Innerlich musste ich mich dabei halb totlachen, weil ich ständig an die Eisdielen-Szene in »Archie & Harry« denken musste. Wer den Film kennt: »Haben Sie Liebesperlen?« - »Klar. Möchtest Du welche?« - »Würd ich sonst fragen?!«

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