Miami Beach / the place to be / 120.000 Fremdenbetten / Pelican Creek / Kameras für den Getränkeautomaten / fiese Chicken-Teile
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Miami Beach - whassup?! Auf diesen Ort hatte ich mich zu Beginn unserer Reise am meisten gefreut. Eigentlich auf Florida überhaupt, aber ganz speziell auf Miami Beach. Laut 93% aller Reiseführer Floridas (Übertreibungen natürlich ohne Gewähr) ist der Strand Miami's »the place to be«, und wie wir zu unserem Bedauern feststellen mußten, halten sich 97% der Floridaurlauber an diesen Ratschlag: Es war rappelvoll! Ich für meinen Teil sämtlicher Illusionen beraubt fuhren wir staunend die Collins Ave entlang, die sich wie eine Gasse zwischen den Unmengen von Hotels hindurchquälte. Es sah beinahe so aus, als hätte Gozilla seinerzeit nicht New York plattgemacht, sondern am Miami Beach mit Bauklötzen gespielt. All diese Bauklötze zusammen hatten vor etwa 10 Jahren schon mehr als 120.000 Fremdenbetten (aktuelle Zahlen liegen mir leider nicht vor), so dass man sich ausmalen kann, wie voll es in der Hochsaison dort am Strand ist. Die Strände — rund 13 km übrigens — sind zum größten Teil Privatstrände der Hotels, was letztere nicht unbedingt sympathischer macht, wenn man wie wir auf der Suche nach $50-Motels ist, die ganz sicherlich NICHT direkt am Strand liegen.
»Pelican Creek« hieß es, und wir fanden es schließlich nach längerem Suchen in einer Seitenstraße nicht weit von der Collins Ave entfernt. Den passenden Coupon hatten wir schon ausgeschnitten, und somit kostete uns das Motel nur etwa $44 pro Nacht. Ziemlich neu war es, erst vor kurzem eröffnet und deshalb auch 1. so preiswert und 2. sehr sauber. Die Emfangshalle sah viel zu nobel aus für ein Motel dieser Preisklasse, und auch die Zimmer waren qualitativ gehobener Durchschnitt. Ein besonderes Feature waren dabei zwei Kameras, die auf den Parkplatz und den Getränkeautomaten im Durchgang gerichtet waren, und dessen Bilder man neben dem Kabelprogramm auf den Fernsehern in den Zimmern sehen konnte. Ganz interessant, aber nicht wirklich spannend.
An den Strand wollten wir heute noch nicht, sondern uns erstmal die Gegend anschauen. Wir sattelten unsere Nissan-Budze, die inzwischen übrigens schon einige Meilen hinter sich gelassen hatte, und ritten vom Hof. Allerdings drückte uns erstmal der Hunger, deshalb kam es uns ganz gelegen, dass Miami Beach über einen Burgerkönig verfügt. Dort machte ich allerdings den größten Fehler der aktuellen Woche und bestellte die Chicken-Teile. Bestellt bloß nie diese Chicken-Teile!!! Die sind so ekelig — besonders in Kombination mit Barbeque-Sauce — dass sie einem im Hals stecken bleiben. Wär ich mal besser beim Burger geblieben, denn die sind wirklich klasse beim Burgerkönig.
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