Jede Menge Sehenswürdigkeiten / Jazz im Central Park / das erste Mal bei McDoof / Filmfestival im Bryant Park

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Um den Sonntag wie der Großteil aller New Yorker zu verbringen, machten wir uns auf den Weg in Richtung Central Park. Allerdings nicht auf dem schnellsten Weg über die 8. Straße, sondern mit einem kleinen Schlenker an ein paar bekannten Sehenswürdigkeiten vorbei: Macy's, Empire State Building, Public (Ghostbusters) Library, Rockefeller Center, St. Patrick's Cathedral und Trump Tower.

Der Central Park wird allgemein als »Grüne Lunge« Manhattens bezeichnet und ist von tausenden von Arbeitern in 16 Jahren künstlich erbaut worden. Im Süden des Parks wurden Gebäude errichtet - romantische Schlösser und Theater - und es gibt einen Zoo, Spielplätze und Eislaufflächen, während der Norden unbebaut gelassen wurde. An den Wochenenden wird der Central Park zum Naherholungsgebiet der gestressten New Yorker. Die Straßen sind dann für Autofahrer gesperrt, und es tummeln sich tausende von Radfahrern, Inlineskatern und Joggern im Park. Die Plätze im Schatten unter den Bäumen werden zur Bühne für Kleinkünstler, Volksredner, Kabarettisten und Musiker. In der Mitte des Parks befindet sich das sogenannte Reservoir, ein See der als Wasserspeicher dient, um den die Jogger schwitzend ihre Runden drehen. Bis dorthin sind wir an diesem Tag gegangen, als wir erschöpft beschlossen, genug vom Park gesehen zu haben, und umkehrten.

Obwohl wir im Park an einem der zahlreichen Hot-Dog-Stände schon einen Snack gegessen hatten, der übrigens gar nicht übel war, bekamen wir schon wieder Hunger. Deshalb kam es ganz gelegen, dass wir in einer Nebenstraße ein Feinschmeckerlokal mit dem großem »M« sahen. Der Taxifahrer hatte uns zwar gewarnt, aber wir wollten selbst herausfinden, was er meinte. Also aßen wir zum ersten Mal auf unserer USA-Reise bei McDoof. Der Taxifahrer hatte Recht: Wir bezahlten umgerechnet 11 Mark für eine große Portion halbgarer Kartoffelstangen und einem plattgedrückten Etwas in Form zweier Milchbrötchen mit einem Stück Rind dazwischen. Fastfood: Schnell gemacht, schnell gegessen und schnell wieder raus (aus dem Laden).

Auf dem Weg zurück zum Hotel sahen wir dann einen weiteren Park zwischen einer Reihe von Hochhäusern: den Bryant Park. Zufällig fand hier in dieser Woche das alljährliche Filmfestival statt, und wir wollten deshalb am Abend nochmal vorbeischauen. Auf dem Rasen standen viele Klappstühle und am Ende war eine große Leinwand aufgebaut. Der gezeigte Film war ein Klassiker von 1742, schwarz-weiß, und er wurde uns mit aller Gewalt in die Ohren geprügelt. Der Mann am Mischpult war offenbar taub. Außerdem stand sein Mischwagen am anderen Ende des Parks. Eine kurze Zeit später fiel dann der Ton völlig aus. Marko brachte die Sache auf den Punkt: »Der Film passt ja gar nicht auf die Leinwand. Die ist ja auch im 16:9-Format. Außerdem ist das Bild unscharf. Aber wenigstens ist jetzt der Ton weg.«

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